May 20, 2007
Studio Ireland
Helnwein and choreographer Johann Kresnik working on "Der Ring-Part II" after Richard Wagner, for the Bonn Opera
Choreografisches Theater Johann Kresnik wird mit Gottfried Helnwein in der kommenden Spielzeit den "Ring des Nibelungen" als Choreographisches Theater auf der Bonner Opernbühne weiterführen. Nach "Das Rheingold" und "Die Walküre" in der Spielzeit 2006/07 wird 2007/08 "Siegfried / die Götterdämmerung" als zweiter und letzter Teil folgen.
Helnwein and Choreographer Johann Kresnik discussing the production of Wagner's "Der Ring" part 2
2007
Helnwein and Choreographer Johann Kresnik discussing the production of Wagner's "Der Ring" part 2
2007
Der Ring DES NIBELUNGEN - WDR-Premierenreport
Tanztheater von Johann Kresnik in der Oper Bonn
Premieren-Report von Gerrit Busmann
Als letztes großes Werk in Bonn hat Kresnik nun den "Ring des Nibelungen" in Angriff genommen. Der erste Teil dieses Tanztheaterstücks hatte jetzt Premiere. Als Bühnen- und Kostümbildner hat Kresnik dazu den weltberühmten Künstler Gottfried Helnwein engagiert, der sich in seinen Kunstwerken ebenso krass und direkt äußert wie Kresnik als Choreograph.
Johann Kresnik : "Wir müssen wirklich im Theater wieder gesellschaftskritisch und politisch zu denken beginnen, denn wir wissen wie es mit der Welt steht."
Bühnenbild und Kostüme stammen von dem bekannten Künstler Gottfried Helnwein
... bekannt für Bilder voller Ekel, Leid und Schmerz. Auch Helnwein will den Menschen den Irrsinn der heutigen von Gewalt geprägten Zeit drastisch vor Augen führen.
Gottfried Helnwein : "Es ist eine Zeit des Zerfalls, des Untergangs. Vielleicht ist es völlig sinnlos, aber es gibt einfach Leute wie mich, die so besessen und verbohrt sind, dass sie denken, sie müssen all das festhalten, was da passiert und die Leute zwingen, es anzuschauen."
Leicht zu verstehen ist diese getanzte Bilderflut nicht, geschweige denn leicht zu verdauen. Immer wieder überschreiten Kresnik und Helnwein geradezu brutal die Grenzen des guten Geschmacks. Sie wollen eben aufrütteln, nicht unterhalten. Für zartbesaitete Zuschauer ist dieser Abend sicher nicht geeignet. Tanzbegeisterte mit dickem Fell bekommen aber in jedem Fall sehenswertes politisches Tanztheater geboten.
Nach der Premiere gab es langen, kräftigen Applaus und viele Bravos, aber natürlich auch einige Buhs. Die Zuschauer urteilten sehr unterschiedlich.
Und nun die Lokalzeit-Kritik:
Kresnik und Helnwein haben hier ein faszinierendes Tanz-Kunstwerk geschaffen,
das durch ein ausdrucksstarkes Ensemble packend präsentiert wird.
Einige Szenen sind arg derb und drastisch geraten, trotzdem ist die Aufführung sehr hochkarätig.
Kurz: ein lohnender Abend für Tanzfans mit starken Nerven
Vier Sterne für Kresniks "Der Ring des Nibelungen" in der Oper Bonn




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